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> HOME > PROJEKTE > INFORMATIONSMANAGEMENT . Zur Bändigung der Informationsflut im Internet A. Einleitung Die Suche nach qualitativ hochwertiger Information, sei es im Internet, Büchern, etc. wird zunehmend umfangreicher und damit auch zeitaufwendiger. Hinzu kommt die Unsicherheit, die das Medium Internet bei der Recherche bietet. Die Fülle an Informationen, die zunächst einen Vorteil darstellt, wird durch mangelhafte Informationen selbsternannter Experten verwässert.
Als Informationen vornehmlich durch Bücher und Zeitschriften verbreitet wurden, bestand eine fachliche/ inhaltliche Kontrolle, auch wenn dies die Menge der Informationen beschränkt hat und wertvolle Gedanken deshalb vielleicht nie veröffentlicht worden sind. Zwar sind die Informationen in Printmedien nicht per se hochwertiger und besser als andere Quellen, es gibt jedoch mehr Qualitätskontrollen als zB im Internet. Allein die Kosten die mit einer Publikation verbunden sind, verhindern oder erschweren den Durchsatz "schlechter" Information. Bei all den genannten Vorteilen des Internets ist jedoch nicht außer acht zu lassen, daß schlecht recherchierte und teilweise unwahre Informationsangebote das Vertrauen in Informationen aus dem Internet beschädigen. Beispiel dafür ist die sehr zögerliche Aufnahme von Informationsquellen im Internet in wissenschaftliche Veröffentlichungen. Auch wenn dies uU an der Kurzlebigkeit der Fundstelle durch Umstellung der Website und damit einen Verweis ins Leere liegen kann. Immer wieder ist es zB Crackern gelungen, Webseiten anerkannter Agenturen zu kopieren oder zu verändern und damit Flaschmeldungen in die Welt zu setzen. Diese Kategorie stellt jedoch nicht das größte Problem dar. Argerlicher sind Webseiten ohne Angaben zum Autor und Erstellungsdatum. Insbesondere bei juristischen Informationen ist zumindest das Erstellungsdatum oder ein Kommentar auf welchen Zeitpunkt sich die Beurteilung der Rechtslage bezieht essentiell. B. Maßnahmen Damit die Kritik verständlich wird, werden zunächst die Kriterien erläutert, die ich für die Bewertung von Informationen wichtig sind: I. Informationen über den Autor: Bei Informationen aus dem Internet sind über den Autor häufig wenig, zum Teil keine Informationen verfügbar. Größtenteils ist nicht einmal der Autor selbst zu ermitteln. Veröffentlicht eine Organisation Informationen, gelten die gleichen Maßstäbe, die auch an eine natürliche Person gestellt werden. Insbesondere ob die Information von der Organisation selbst, oder einem Dritten stammt, kann von entscheidender Bedeutung sein. Solange die Interessenslage des Autor nicht transparent ist, ist eine Bewertung umso schwieriger, desto weniger Kenntnis der Leser von der Materie hat. Fehlt die Angabe des Urhebers, so erschwert dies eine sachgerechte Beurteilung ungemein. Falls man sich grundlegend zu einem Thema informieren müchte, also über wenig oder unzureichende Vorkenntnisse verfügt, kann die "falsche" Quelle großen Schaden anrichten. Dies kann unabsichtlich durch mangelnde Kenntnis des Autors von der Materie entstehen oder sogar vorsätzlich, wenn zB der sogenannte Experte für ein Gutachten oder eine Meinung eine Vergütung erhält. Gerade die Flut von Expertenmeinungen kann eine Einschätzung der Person extrem wichtig machen. Aufgrund die Komplextität der Fachgebiete, die in Zukunft weiter zunehmen wird, wächst der Bedarf an Experten, die Informationsflut verständlich aufbereiten und Entscheidungshilfen abgeben1). Da jedoch häufig die Überprüfung der Ergebnisse/ Empfehlungen Sachkenntnis voraussetzt, die bei vielen Lesern nicht vorhanden ist und auch die Motivation, sich diese anzueignen häufig fehlt oder in einem unverhältnismäßigem Aufwand steht, verläßt sich die Masse auf das Ergebnis oder die Empfehlung. Dieser Entkopplung kann nur durch Aufklärung entgegengewirkt werden. Eine Einordnung der Information in das Umfeld des Autors ist für die Bewertung äußerst wichtig. Ein Text sollte also immer unter der Berücksichtigung der Interessen des Autors bzw. des Auftraggebers bewertet werden. II. Quellenangaben: Durch die Verwendung von Quellenangaben und Literaturverzeichnissen ist es einfacher zu bewerten, in welcher Tiefe/ Breite sich der Autor mit der Materie auseinandergesetzt hat. Gedankengängen sind besser nachvollziehbar und vor allem nachprüfbar ! III. Datum: Ohne eine Datumsangabe sind Informationen je nach Fachgebiet äußerst schwer einzuordnen. Dies trifft insbesondere auf zB juristische, medizinische und technologische Informationen zu. Hier sind uU neuere Entwicklungen nicht berücksichtigt. Die Schlußfolgerungen können deshalb zu einer vollkommen falschen Bewertung führen. Wie Sie sehen, gibt es ein "Beiwerk" zur Information, daß leider auf vielen Websites fehlt. IV. Verlag/ Wer hat die Information veröffentlicht: Jeder Autor, der qualitativ hochwertige Informationen in das Internet stellt und ein Interesse einer Verwertung anderer an seiner Information hat, sollte die Punkte berücksichtigen. Bei bezahlten Inhalten sollte dies selbstverständlich sein. C. Fazit: Informationen müssen transparent präsentiert werden, damit sie ihren Zweck erfüllen können. Um Informationen umsetzten zu können, ist das Vertrauen in eine Quelle sehr wichtig. Gerade im Internet stellt dies ein besonders ernst zu nehmendes Problem dar. Um dieses Vertrauen herzustellen, sind 'vertrauensbildende' Angaben wie: Autor (ggf. weitere Angaben zum Autor), Erstellungsdatum und die verwendeten Quellen zwingend notwendig.
1) hierzu ist das Problem des sogenannten Expertendilemmas äußerst interessant. Ein Text hierzu ist bereits in Vorbereitung.
Dokument erstellt am: 07.07.2002
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