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Shark Cage Diving: Mossel Bay, Südafrika [1997]
[Hai-Tauchen][Great White]

roy Infante bietet schon seit einiger Zeit Shark Cage Diving in Mossel Bay, Südafrika an. Skipper Roy und seine Frau Jacky können dabei auf einige Erfahrung zurückblicken. Die Erfolgsaussichten einen weißen Hai [Great White] zu sehen, liegen nach Roy's Angaben bei ca. 95 % für die Sichtung vom Boot und bei 78 % für den Käfig. Zu dem Zeitpunkt, an dem ich diese Tour unternahm, habe ich am ersten Tag nur einen relativ weit einfernten "Sealkill" gesehen. Roy ist aber auch sofort bereit gewesen, am nächsten Tag noch einen Versuch zu unternehmen, der dann auch sehr erfolgreich war. Als ich dann das zweite Mal mit einem Freund in Mossel Bay war, hatten wir sehr großes Glück - insgesamt 5 Haie von ca. 3 - 4,5 Metern. Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit einen Hai vom Käfig aus zu sehen stark von der Menge der Sedimente im Wasser abhänig. So hatten wir wir eine Sicht zwischen 3 - 14 Metern, wobei der Hai natürlich typischerweiser bei schlechter Sicht dem Käfig sehr nah kam. Diejenigen, die ganz sicher gehen wollen, sollten sich von Roy eine Statistik der erfolgreichsten Monate schicken lassen.

shark

Die Betreung auf dem Boot ist gelungen. Es gibt ein Mittagessen und jede Menge Erfrischungsgetränke. Das Warten auf den Hai kann sich manchmal etwas langwierig sein, auf der 12m Yacht ist aber genügend Platz.

Zu den Übernachtungsmöglichkeiten

Die Budgetempfehlung für Backpacker und Unkomplizierte, die etwas Ungewöhnliches ausprobieren möchten: Als Übernachtungsmöglichkeit kann ich nur das Santo Express empfehlen. Dies besteht aus mehreren ausrangierten Eisenbahnwagons, in denen pro Abteil 4 Personen übernachten können. Eine Voranmeldung ist angeraten. Der Zug befindet sich auf einem Abstellgleis direkt am Strand. Jeden morgen wacht man mit einem leichten Meeresrauschen auf. Die ganz Harten können sich vor dem Ablegen noch einmal in Wasser stürzen. Allerdings hat dies aus unserer Gruppe keiner gemacht.

baitMutig ist aber erst derjenige, der sich, nachdem er die Haie vom Käfig aus gesehen hat, in die Fluten stürzt. Die Bewunderung nach dem Shark Cage Diving für normale Schwimmer in Ufernähe steigt ungemein. Jedenfalls in dieser Gegend. Das Warten bei surfen auf die richtige Welle kann jedoch etwas nervenaufreibender werden. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn Algen oder Steine sich dunkler vom Sandboden abheben.

Roy's Office kann man vom Santo's Express zu Fuß erreichen. Die Abteile des Zuges sind sauber und pro Wagon gibt es mindestens eine Dusche. Allerdings laufen Spätaufsteher in Gefahr, mit kaltem Wasser vorlieb nehmen zu müssen. Ein "continental breakfast" bestehend aus Kaffee und Müsli/ Cornflakes war, soweit ich mich erinnern kann, eingeschlossen. Diejenigen, die eine Tauchlizenz haben, sollten diese mitbringen, da sie sonst unter Umständen keine Pressluft verwenden dürfen. Diese ist im Käfig angebracht.

cage Für diejenigen, die keine Lizenz haben, bleibt dann immer noch der Schnorchel. Allerdings sollten Sie aufpassen, damit nicht in der Abtauchpanik - also wenn der Hai sich nähert - am Käfigdeckel hängenzubleiben und damit die Maske zu fluten. In der Zwischenzeit ist dann der Hai meist auch schon weg. Dies ist alles schon passiert ! Deshalb bietet es sich an, vorher einen Tauchkurs zu absolvieren. So läßt es sich entspannt unter Wasser auf den Hai warten. Blicke in alle Richtungen (auch nach unten!) sind allein schon zwecks Kontrolle herausragender Gliedmaßen aus dem Käfig wesentlich leichter, als nur mit einem Schnorchel.

Einige nehmen auch erst einmal einen kräftigen Schluck Salzwasser mit den zusätzlich dazu gelößten "Sedimenten" der nah gelegenen Robbeninsel, nachdem sie vor Aufregung vergessen haben, den "purge-button" vor dem ersten Atemzug zu drücken und damit das geflutete Mundstück entleeren. Mit anderen Worten: Spaß und Aufregung sind garantiert !

Pro Fahrt dürfen maximal 12 Personen an Board sein.

Kontaktdaten:

Infante, P.O.Box 2979, Mossel Bay, 6500 Südafrika
Tel.: +27 82 4552483 - Nach Roy fragen
(Auf dem ersten Bild ist übrigens Roy abgebildet.)

Weitere Aktivitäten:

Wenn dies nicht aufregend genug ist, kann ca 40 km von Mossel Bay entfernt noch von einer Brücke (Gouritz River Bridge - ca. 65 m) dem Bungy Jumping nachgehen. Die Preise sind im Vergleich zu Europa wesentlich günstiger, so daß man verschiedene Varianten ausprobieren kann ;-). Die Sicherheit ist - sofern ich dies beurteilen kann - gleichwertig mit frühen europäischen Anbietern. Wie häufig das Material allerdings gewechselt wird, ist mit nicht bekannt.

Ganz in der Nähe gibt es noch die Bloukrans River Bridge, die mit 216m den längsten Sprung von einer Brücke bietet.

Dokument erstellt am: 10.03.1998
Dokument geändert am: 01.07.2005

© 2000-2003 Sebastian Ritze

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