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> HOME > PROJEKTE > TEXTE > SPAM . Lösungsstrategien zur Vermeidung von SPAM
Zwar wird bereits in einigen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten den Massenmail-Versendern durch den Erlaß von Anti-Spam Gesetzen entgegengetreten, eine gesetzliche Reglementierung wird in naher Zunkunft das Problem jedoch nicht lösen. Zur Zeit gibt es zu viele Möglichkeiten, Massensendungen auch legal abzusetzen - sofern dies für einen skrupellosen Spammer überhaupt ein Kriterium ist. Auch die nachfolgenden Verhaltensregeln können das Problem nur ansatzweise lösen. Eine Standardrezept gibt es nicht. Zeitaufwendige Maßnahmen, wie zB Filtersysteme können zwar gut funktionieren, haben aber auch ihre Nachteile. Wenn zB die wichtige mail, die zugleich an 20 weitere Personen versandt wurde, als Einzige nicht ankommt, ist diese höchst ärgerlich. Für viele User ist ein Filter deshalb keine Lösungsmöglichkeit. Die nachfolgenden Punkte können die Flut von ca. 1400 mails pro user im Jahr 2002 [Quelle: www.brightmail.com] zwar nicht stoppen, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit hoch, daß es bis zum Eintreffen von SPAM länger dauert. Zusätzlich dürfte die Anzahl unerwünschter Werbemails anteilig niedriger bleiben. Verhaltenshinweise zur Reduktion von SPAM 1. Legen Sie sich neben ihrer persönlichen E-mail Adresse noch einen zusätzliche Adresse zu, an die SPAM gesandt werden kann. 2. Geben Sie die persönliche Email Adresse nur guten Freunden und Bekannten. Achten Sie darauf, bei Rundschreiben bzw. Weiterleitungen NICHT im Absender und unter 'cc' (carbon copy) genannt zu werden. Für Rundschreiben an mehrere Empfänger sollten Sie immer das 'bcc' Feld (blind carbon copy) verwenden. 3. Vorsicht bei der Angabe der persönlichen E-mail Adresse in Forum, Usenet und Newsgroups ! 4. Kein 'mailto:' Links mit der eigenen Email-Adresse auf seiner Website ablegen. Bots (Suchroboter) durchforsten regelmäßig websites nach E-mail Adressen. Wenn Sie unbedingt Ihre Adresse angeben wollen, legen Sie z.B. ein Bild [gif] dort ab, auf dem Ihre Adresse erscheint. Sie sollten jedoch dieses Bild nicht mit dem href="mailto:" Link verbinden ! Notfalls muß der Sender die Adresse manuell eingeben. 5. Sofern Sie bei Diensten eine Email Adresse hinterlegen müssen, legen Sie für diesen Zweck einen speziellen Account an. Unter www.spamgourmet.com gibt es auch 'Wegwerfadressen', die nur eine bestimmte Anzahl von mails an eine bestimmte Adresse zulassen. Danach wird der Account gelöscht. 6. Der Absender einer E-Mail kann durch die Integration einer Zeile in den Nachrichtentext den E-Mail Client dazu bewegen, auf einen Server zuzugreifen. Dadurch läßt sich verifizieren, ob die E-mail Adresse genutzt wird. Dieser Vorgang kann sich auch im Vorschaumodus (zB MS Outlook, Outlook Express) abspielen. Achten Sie darauf, daß beim aufrufen einer E-mail, bei der html Elemente vorhanden sind, der E-mail Client nicht automatisch Zugriff auf das Internet hat. Dies kann zB durch eine Firewall unterbunden werden. In www.mozilla.org ist diese Funktion schon im E-Mail Client integriert. 7. Melden Sie sich nie von einer Verteilerliste ab, bei der Sie sich nicht angemeldet haben. Dadurch ist ebenso eine Verifizierung ihrer E-mail Adresse möglich. 8. Teilweise werden auch durch Generatoren alle wahrscheinlichen Namenkombinationen durchgespielt. Somit können Sie auch Opfer von SPAM werden, obwohl Sie die oben genannten Punkte beachtet haben. Von dem Problem sind insbesondere die großen Anbieter betroffen (hotmail, yahoo, web.de, etc.). Ob es sich allerdings lohnt, zu einem kleinen Anbieter zu wechseln und eine merkwürdige Namenskonstruktion zu wählen, bleibt jedem selbst überlassen. Die eigene Domain bietet in dieser Hinsicht die größte Flexibilität. Webmaster und info@domainname.de sind natürlich bevorzugt Ziele. 9. Optional: Eigene Domain registrieren und selbst Accounts mit einer Weiterleitung auf das persönliche Konto anlegen. Sinvoll ist es auch, mehrere Absenderadressen zu haben. So erhält nicht jeder Empfänger die persönliche E-mail Adresse. Nicht alle Programme beherrschen diese Möglichkeit. 10. Filter von E-mail-Providern: Filter können einen gewissen Schutz liefern. Dabei werden verschiedene Sicherheitsstufen angeboten. Will der Empfänger halbwegs sicher gehen, daß alle e-Mails, die tatsächlich an ihn persönlich gerichtet sind, auch ankommen, bleibt hier nur die geringste Sicherheitsstufe. Selbst bei dieser ist jedoch nicht selbstverständlich, daß tatsächlich alle erwünschten Emails auch ankommen. In dieser Grundeinstellung ist immer noch mit einem erheblichen SPAM Aufkommen zu rechnen, so daß sich ein Filtersystem aufgrund der Anfälligkeit in den meisten Fällen nicht lohnt. Sofern die Toleranz vorhanden ist, einige Nachrichten durch den Filtereinsatz zu verlieren, kann mit etwas Zeiteinsatz seinem E-mail Client trainieren und so akzeptable Ergebnisse erzielen. Zur Sicherheit sollte man anfangs den 'junk' Ordner (hierhin wird SPAM verschoben) regelmäßig prüfen oder mit dem Verlust einger E-mails rechnen.
Dokument erstellt am: 01.03.2003
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Links: Für alle externen Links beachten Sie bitte den Disclaimer. Filtersysteme: http://popfile.sourceforge.net http://www.spampal.org.uk http://mailfilter.sf.net Sonstiges: www.spiegel.de - Amüsante Spiegel.de Notiz zu Alan Ralsky (einem der Top-Versender von Spam) www.spiegel.de - Was ist eigentlich SPAM ? http://cr.yp.to/ - IM2000 is a project to design a new Internet mail infrastructure around the following concept: Mail storage is the sender's responsibility. http://spamassassin.org/ http://www.procmail.org/ http://www.spamming-warfare.de |
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